News 20.04.2017

Jazz-Szene Niedersachsens bekräftigt Zusammenhalt

Alle fühlten sich gut aufgehoben! Hier wurde die momentane Situation des Jazz beschrieben und analysiert, das Phänomen „Jazzmusiker“ mit seinen multiplen Wesenszügen versucht festzuhalten, die Bedeutung des Jazz im Konzert der Musikstile erfasst, das besonders Niedersächsische herausgearbeitet, ein Strauß von Anregungen von außen in Empfang genommen und eine Menge Perspektiven für die Zukunft geschaffen.

Zum ersten „Jazzmeeting Niedersachsen“ hatten die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz in Niedersachsen, der Landesmusikrat Niedersachsen und die GmbH Musikland Niedersachsen gemeinsam in die Landesmusikakademie nach Wolfenbüttel gerufen, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, und es wurde ein großer Schulterschluss der Jazz-Protagonisten des Landes. Hier fanden aus allen Altersgruppen Profimusiker, Pädagogen, Veranstalter, Fans, Förderer sowie beobachtende und beschreibende Experten zusammen. Selbst die recht kleine, aber feine Jazz Initiative Wolfenbüttel war mit mehr als einer Handvoll Vertretern dabei - und konnte an allen Arbeitsgruppen mitwirken. In diesen vom Tagungsteam gut vorbereiteten und anmoderierten Meetings kamen Themen wie Jazzförderung, praxisorientierte Ausbildung, das Buhlen ums Publikum, eine eventuell angestrebte „Mindestgage“ und das Ziel „Zusammen mehr erreichen“ zur Sprache.

Jonas Pirzer, Schlagzeuger mit hannoverschem Hochschulabschluss und langjähriger Geschäftsführer der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ), betonte das „additive Prinzip“, in dem die Kukturtreibenden nicht gegeneinander fechten, um jeweils das größte Stück vom "Förderkuchen" zu erheischen, sondern sich stattdessen zusammentun und mit guten Ideen und Impulsen ergänzen, um das Backwerk nach Möglichkeit zu vergrößern. Und so gingen denn auch alle knapp 80 Beteiligten nach einem informativen, intensiven und animierenden Arbeitstag in ihrer Solidarität und dem Bewusstsein, an gemeinsam Zielen zu arbeiten, gestärkt auseinander. Möge ein zweites „Jazzmeeting Niedersachsen“ in nicht allzu ferner Zukunft folgen!

Johannes Klose

 

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