News 01.11.2017


Auszüge aus der Pressemitteilung
APPLAUS 2017 – Auszeichnungen für 86 herausragende Livemusikprogramme

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters:
„Mit dem APPLAUS wollen wir dieses wichtige kulturelle Engagement honorieren und weitere Anreize geben, in musikalische Programme zu investieren.“
Dass der APPLAUS in diesem Jahr bereits zum fünften Mal verliehen wird, macht einmal mehr deutlich, wie wichtig diese Auszeichnung für die Musik- und Clublandschaft in Deutschland inzwischen ist. Es sind neben den großen Bühnen vor allem die vielen kleineren Clubs im ganzen Land, denen es gelingt, das Publikum mit ihren Livemusik-Programmen zu begeistern und dabei jungen, noch unbekannten Musikerinnen und Musikern eine Bühne zu bieten.“

Mit dem APPLAUS wollen wir dieses wichtige kulturelle Engagement honorieren und weitere Anreize geben, in musikalische Programme zu investieren.“ Mit dem Musikpreis „APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“ würdigt die Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters Clubbetreiber* und Veranstalter für ihre herausragenden Livemusikprogramme. In den drei Hauptkategorien werden 86 Auszeichnungen vergeben. Die Preisträger erhalten von der Initiative Musik Fördergelder in einer Gesamthöhe von 1,8 Millionen Euro. Damit ist APPLAUS erneut der höchstdotierte Bundesmusikpreis. Ausgezeichnet werden Clubbetreiber und Veranstalter für ihre Programme aus allen Genres der Popularmusik, wie zum Beispiel Rock, HipHop, elektronischer Musik, experimenteller Popmusik oder Jazz.

Dies sind die diesjährigen Preisträger aus Niedersachsen:

Kategorie II 20000 Euro:
JAZZ CLUB HANNOVER, Kat. II,
KULTURPALAST LINDEN, Kat. II, Hannover

Kategorie II 7500 Euro
FEINKOST LAMPE, Kat. III, Hannover
SUBSTANZ, Kat. II, Osnabrück
JAZZ LIVE IM SPEICHER, Kat. III, Leer

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Initiative Musik gGmbH, Friedrichstraße 122, D-10117 Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Michael Wallies
+49 (0)30 - 531 475 45 – 0
michael.wallies@initiative-musik.de , www.initiative-musik.de

Ulrich Hoffmann

 



von links: Jazz Club Hannover, Feinkost Lampe, Kulturpalast Linden 

 

Die Tonhalle Hannover reduziert den Konzertbetrieb
17. Oktober 2017
Die Tonhalle muss im November und Dezember 2017 eine Vielzahl von Konzerten absagen. Die Konzertreihe wurde im Jahr 2015 und 2016 mit dem Spielstättenpreis „Applaus“ ausgezeichnet. Mit der damit verbundenen Förderung konnten die Organisatoren Andreas Burckhardt, Eberhard Meisel und Felix Petry in den Jahren 2016 und 2017 ein umfangreiches und einzigartiges Konzertangebot schaffen.
Zum 30.10.2017 endet die Förderung aus dem Spielstättenpreis, mit der den Musikern und Bands eine kleine Unkostenerstattung gezahlt werden konnte. Die Bedingungen für die Künstler verschlechtern sich nun so sehr, dass viele Konzerte im November und Dezember abgesagt werden mussten. Diese Zeit wird genutzt um neue Förderer zu gewinnen und zu planen, wie die Konzertreihe im Jahr 2018 weitergeführt werden kann. Welche Konzerte in der nächsten Zeit stattfinden, kann man auf der Homepage der Tonhalle Hannover www.tonhalle-hannover.de nachlesen.
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass eine dauerhafte Jazz-LiveAlle fühlten sich gut aufgehoben! Hier wurde die momentane Situation des Jazz beschrieben und analysiert, das Phänomen „Jazzmusiker“ mit seinen multiplen Wesenszügen versucht festzuhalten, die Bedeutung des Jazz im Konzert der Musikstile erfasst, das besonders Niedersächsische herausgearbeitet, ein Strauß von Anregungen von außen in Empfang genommen und eine Menge Perspektiven für die Zukunft geschaffen.

Ulrich Hoffmann

 

Zum ersten „Jazzmeeting Niedersachsen“ hatten die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz in Niedersachsen, der Landesmusikrat Niedersachsen und die GmbH Musikland Niedersachsen gemeinsam in die Landesmusikakademie nach Wolfenbüttel gerufen, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, und es wurde ein großer Schulterschluss der Jazz-Protagonisten des Landes. Hier fanden aus allen Altersgruppen Profimusiker, Pädagogen, Veranstalter, Fans, Förderer sowie beobachtende und beschreibende Experten zusammen. Selbst die recht kleine, aber feine Jazz Initiative Wolfenbüttel war mit mehr als einer Handvoll Vertretern dabei - und konnte an allen Arbeitsgruppen mitwirken. In diesen vom Tagungsteam gut vorbereiteten und anmoderierten Meetings kamen Themen wie Jazzförderung, praxisorientierte Ausbildung, das Buhlen ums Publikum, eine eventuell angestrebte „Mindestgage“ und das Ziel „Zusammen mehr erreichen“ zur Sprache.

Jonas Pirzer, Schlagzeuger mit hannoverschem Hochschulabschluss und langjähriger Geschäftsführer der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ), betonte das „additive Prinzip“, in dem die Kukturtreibenden nicht gegeneinander fechten, um jeweils das größte Stück vom "Förderkuchen" zu erheischen, sondern sich stattdessen zusammentun und mit guten Ideen und Impulsen ergänzen, um das Backwerk nach Möglichkeit zu vergrößern. Und so gingen denn auch alle knapp 80 Beteiligten nach einem informativen, intensiven und animierenden Arbeitstag in ihrer Solidarität und dem Bewusstsein, an gemeinsam Zielen zu arbeiten, gestärkt auseinander. Möge ein zweites „Jazzmeeting Niedersachsen“ in nicht allzu ferner Zukunft folgen!

Johannes Klose

 

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